Zuerst prüfen, dann entscheiden

Urs Berger Leiter OK Berufsschau
Urs Berger
Leiter OK Berufsschau

Wer sich für ein neues Auto interessiert, kauft dieses keineswegs nur deshalb, weil ein guter Kollege eine positive Empfehlung abgegeben hat – obwohl das vielleicht ein Aspekt sein kann. Er studiert auch nicht nur die Verkaufsprospekte verschiedener Marken. Und er besucht nicht nur die Garagen, in denen die Fahrzeuge in den Schaufenstern stehen. Vielmehr macht er in der Regel eine oder gar mehrere Probefahrten.

Wenn man sich schon beim Kauf eines Autos, das vielleicht schon in wenigen Jahren weiterverkauft wird, derart ins Zeug legt, sollte man dies erst Recht bei der Karriereplanung tun. Konkret: Nicht alle, die ihre obligatorische Schulzeit in der progymnasialen Abteilung abschliessen, müssen automatisch den gymnasialen Weg beschreiten und danach die Uni besuchen. Genauso zielführend kann es sein, im Rahmen der dualen Bildung eine Berufsausbildung zu absolvieren und danach – bestens ausgerüstet mit theoretischem Wissen und praktischer Berufserfahrung – die eigene Karriere mit zusätzlichen Ausbildungen weiterzubringen. Doch wenn man nichts von den zahlreichen Möglichkeiten weiss, die das duale Bildungssystem offeriert, kann man auch nicht auf einer soliden Grundlage einen Entscheid fällen.

 

Eine solche Grundlage bietet die Berufsschau seit bald zwei Jahrzehnten. Dabei hat sich die Ausstellung kontinuierlich den Gegebenheiten angepasst. Denn seit der Erstausgabe der Berufsschau vor 19 Jahren hat sich die Berufswelt stark gewandelt. Das gleiche gilt für die Ausbildung. Früher hatte man nach einer Lehre einen Beruf, den man unter Umständen bis zu seiner Pensionierung ausübte. Heute bildet eine Ausbildung im Rahmen der dualen Bildung erst den Start zu einer eigentlichen Berufskarriere: Die Weiterbildungsmöglichkeiten sind zahlreich, die Aussichten für erstklassig ausgebildete Fachkräfte hervorragend, die Auf- und Umstiegschancen vielseitig. Das gilt heute mehr denn je. Darum gilt nicht nur beim Autokauf sondern auch bei der Karriereplanung das Motto: Zuerst prüfen, dann entscheiden.