Fast unbegrenzte Karrieremöglichkeiten

Schneider Andreas
Andreas Schneider
Präsident
Wirtschaftskammer Baselland

Vor 21 Jahren wurde sie durchgeführt: Die erste Baselbieter Berufsschau. Als Prattler war ich hocherfreut und auch ein bisschen stolz darauf, dass diese damals völlig neuartige Idee einer Berufsschau ihre Premiere in Pratteln feierte. Das Leitmotiv der Wirtschaftskammer Baselland, «Berufe an der Arbeit» zu zeigen: Es hat sich bewährt. Das Konzept ist bei den Austellern, den Lehrerinnen und Lehrern und vor allem den Schülerinnen und Schülern derart gut angekommen, dass wir es in all den Jahren nicht geändert haben. Denn es zeigt sich, dass es für die Besucherinnen und Besucher immer noch am eindrücklichsten ist, wenn sie eins zu eins sehen, wie die Arbeit in den verschiedenen Berufen ganz konkret in der Praxis aussieht. Die Schülerinnen und Schüler – und um sie geht es an der Berufsschau – können sich ein viel besseres Bild machen, wenn sie die Berufe «ausprobieren» können, als wenn man ihnen irgendwelche Broschüren in die Hand drückt.

Während die Idee hinter der Berufsschau also unverändert blieb, so hat sich doch die Bedeutung des Anlasses in den vergangenen fast zwei Dekaden deutlich verändert. Ihr Stellenwert ist grösser geworden, ihre Reichweite hat zugenommen, wie die Zahlen eindrücklich belegen: 1999 präsentierten in Pratteln rund 60 Aussteller auf zirka 2500 Quadratmetern Fläche rund 140 Berufe. Dieses Jahr werden es an der Berufsschau in Liestal mehr als 130 Aussteller aus rund 30 Branchen sein. Auf dem Areal rund um die Sporthalle Frenkenbündten in Liestal werden sie auf gegen 7'500 Quadratmetern mehr als 200 Lehrberufe präsentieren. Erwartet werden rund 55'000 Besucherinnen und Besucher. Diese reisen in der Zwischenzeit aus der ganzen Schweiz an.

Besonders erfreulich ist, dass nicht nur die Anzahl Aussteller, die Summe der Besucherinnen und Besucher, die Menge an ausgestellten Lehrberufen und der Umfang der Berufsschau insgesamt grösser wurde, sondern auch, dass neben den Sekundarklassen der Züge A und E mittlerweile auch jene der progymnasialen Abteilungen die Ausstellung besuchen. Dies ist ein gewaltiger Fortschritt gegenüber früher. Nur Jugendliche, die sich informieren, können auf stabiler Basis einen für sie zielführenden Laufbahnentscheid treffen. Wer sich für eine Berufslehre im Rahmen des dualen Bildungssystems entscheidet, hat heute fast unbegrenzte Karrieremöglichkeiten. Auch das zeigt die Berufsschau.

 

Andreas Schneider
Präsident Wirtschaftskammer Baselland