Berufsbildung – eine lohnende Investition

BR Johann N. Schneider-Ammann
BR Johann N. Schneider-Ammann
Vorsteher des Eidgenössischen
Departements für Wirtschaft,
Bildung und Forschung (WBF)

„Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung: keine Bildung.“ Dieses Zitat von John F. Kennedy darf sich nicht nur auf die Schule beziehen. In Bildung investiert man auch an Berufsausstellungen wie der Baselbieter Berufsschau. Denn hier können sich Jugendliche direkt einen umfassenden Überblick verschaffen. Und gleichzeitig erhalten die Eltern Gelegenheit, sich ein aktuelles Bild von der Vielfalt und den zahlreichen Karrieremöglichkeiten der Berufsbildung zu machen.

Vor diesem Hintergrund ist eine Botschaft ganz besonders wichtig: Es gibt im Schweizer Bildungssystem keine Sackgassen! Getreu dem Motto „Kein Abschluss ohne Anschluss“ kann sich mit der Berufsbildung jede Person ihren individuellen Fähigkeiten entsprechend weiterentwickeln. Dank der hohen Durchlässigkeit, die unser Bildungssystem prägt, ist es beispielsweise möglich, den Einstieg in die Arbeitswelt mit einer Berufslehre zu starten und am Ende an der ETH zu doktorieren. Oder man wählt den gymnasialen Weg, studiert an einer Universität und nutzt dann einen Bildungsgang der höheren Berufsbildung, um spezifische Berufsqualifikationen nachzuweisen. Kurzum, (fast) alles ist möglich für Motivierte und Interessierte!

Investitionen in die Berufsbildung lohnen sich auch für die Schweizer Wirtschaft. Sie kann auf einen Pool von passend ausgebildeten Nachwuchsleuten zurückgreifen und sichert sich dadurch im internationalen Wettbewerb immer wieder Spitzenpositionen. Hauptsächlich dem Engagement von Verbänden und Unternehmen verdanken wir es, dass auf dem dualen Berufsbildungsweg das gelehrt wird, was auf dem Arbeitsmarkt wirklich gefragt ist. Davon profitiert auch der Staat. Denn hervorragend ausgebildete Fachkräfte sind volkswirtschaftlich von grosser Bedeutung und für den Werkplatz Schweiz das A und O. Das duale System trägt wesentlich dazu bei, dass die Schweiz eine rund 2,5 Mal tiefere Jugendarbeitslosenquote aufweist als der EU-Durchschnitt.

Die Schweizer Berufsbildung hat viel zu bieten. Ihre Stärken macht die Baselbieter Berufsschau sicht- und erlebbar. Ich wünsche allen Besucherinnen und Besucher inspirierende Entdeckungen und danke all jenen, die dazu beitragen, die Attraktivität der Berufsbildung zu gestalten und zu stärken.

 

Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann
Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF)