Berufsansicht

Arbeitsagoge/-agogin (HFP)

Arbeitsagogen und -agoginnen begleiten Menschen mit erschwertem Zugang zur Arbeitswelt bei der beruflichen Integration. Mit geeigneten Arbeitsarrangements unterstützen sie Betroffene in ihrer Kompetenzerweiterung und Eigenständigkeit.

Berufsfelder
Bildung, Soziales
Branchen
Betreuung

Tätigkeiten

Begleitet Menschen, deren  Zugang zur Arbeitswelt aus physischen, psychischen oder wirtschaftlichen Gründen erschwert ist, bei der beruflichen Integration. Unterstützt Betroffene mit geeigneten Arbeitsarrangements in ihrer Kompetenzerweiterung und Eigenständigkeit.

Ausbildung

Grundlage

Eidg. genehmigte Prüfungsordnung vom 23.4.2013 mit Änderung vom 1.1.2015

Prüfungsvorbereitung

Die für die Prüfung erforderlichen Qualifikationen werden in der Regel in Form von Modulen erworben. Prüfungsordnung und Wegleitung sind erhältlich beim Schweiz. Trägerverein HFP Arbeitsagogik.

Bildungsangebote

  • Academia Euregio Bodensee, St. Gallen und Olten
  • Agogis Weiterbildung, Zürich, Olten, St. Gallen
  • Institut für Arbeitsagogik IfA, Luzern und Region

Dauer

Mind. 2 Jahre, berufsbegleitend

Module

  • Modul 1: Förderprozesse planen, umsetzen, evaluieren und anpassen
  • Modul 2: geeignete Aufträge akquirieren und Produkte erstellen/ Dienstleistungen erbringen
  • Modul 3: eine Produktions- oder Dienstleistungseinheit in einer Institution führen
  • Modul 4: die Zusammenarbeit mit und zwischen den Klientinnen und Klienten gestalten
  • Modul 5: mit internen und externen Kooperationspartnern / Anspruchsgruppen zusammen­arbeiten

Abschluss

Eidg. anerkannter Titel "dipl. Arbeitsagoge/-agogin"

Voraussetzungen

Vorbildung

Bei Prüfungsantritt erforderlich:

  • Abschluss einer 3- oder 4-jährigen beruflichen Grundbildung oder gleichwertiger Ausweis und mind. 1 Jahr Berufspraxis

oder

  • allgemeinbildender Abschluss auf Sekundarstufe II und mind. 3 Jahre Berufspraxis

oder

  • Abschluss auf Tertiärstufe (BP, HFP, HF, FH) und mind. 3 Jahre Berufspraxis

und

  • mind. 4 Jahre arbeitsagogische Berufspraxis mit einem Beschäftigungsgrad von durchschnittlich mind. 60%

und

  • erforderliche Modulzertifikate bzw. Gleichwertigkeits­bestätigungen

und

  • genehmigte Disposition der Diplomarbeit

Berufsverhältnisse

Arbeitsagogen arbeiten in Arbeitsprojekten für Jugendliche, Erwerbslose oder Asylsuchende, in Behinderteneinrichtungen, psychiatrischen oder Suchtkliniken, Einrichtungen des Straf- und Massnahmenvollzuges oder in Rehabilitationszentren. Zum Teil unterstützen sie als Job Coach auch Klienten an deren Arbeitsplatz.

In Institutionen kombinieren Arbeitsagoginnen agogische Tätigkeiten vielfach mit ihrem gelernten Beruf. Die Arbeitszeit ist meist regelmässig, und Teilzeitpensen sind möglich.

Die Berufsleute haben gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. An der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Sozialbereich besteht ein relativ grosser Bedarf an Fachkräften.

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