Berufsansicht

Antiquitäten- und Kunsthändler/in

Berufsfelder
Kultur
Branchen
Detailhandel branchenspezifisch, Kunst & Kunsthandwerk, Kulturerhaltung, Geschichte, Kunstgeschichte, Kulturwissenschaften, Ur- und Frühgeschichte, Archäologie, Altorientalistik (Vorderasiatische Archäologie), Ägyptologie

Tätigkeiten

Handelt (d.h.kauft und verkauft)  mit Gegenständen, die künstlerischen, historischen Wert oder Sammlerwert besitzen. Stützt sich dabei auf Schätzungen und Auskünfte von Fachleuten. Spezialisiert sich oft auf ein bestimmtes Gebiet zum Beispiel auf Möbel, Bilder, Bücher, Münzen, Schmuck, Waffen, Porzellan, Ikonen, etc..

Antiquitäten- und Kunsthändler/innen arbeiten in Antiquitätengeschäften und haben direkten Kontakt zu Kundinnen und Kunden. Sie befassen sich mit dem An- und Verkauf von antiquarischen Gebrauchs- und Kunstgegenständen und  spezialisieren sich dabei meist auf den Handel mit Gegenständen und Objekten einer bestimmten Epoche, eines bestimmten Sachgebietes oder einer bestimmten Herkunft. Zu ihrem Sortiment gehören Kunstgegenstände wie Gemälde, Grafiken, Plastiken, Möbel, Teppiche, Uhren, Schmuck, Musikinstrumente, Handwerkzeuge, Waffen sowie alte und moderne Kunstwerke, usw.. Sie verfügen über historisches Wissen und künstlerisches Urteilsvermögen, um den Wert von Antiquitäten bzw. von Sammlerobjekten erkennen, bestimmen und erwerben zu können. Dabei stützen sie sich vor allem auf Auktions- und Kunstpreisverzeichnisse sowie auf Kunstkataloge. Sie verfolgen die Kunstszene und benötigen ein ausgeprägtes Gespür für Trends, um zum richtigen Zeitpunkt zu kaufen oder zu verkaufen. Mit anderen Antiquitätenhändler/innen und Mitarbeitenden von Auktionshäusern, Messen und internationalen Märkten stehen sie im Austausch.

Antiquitäten- und KunsthändlerInnen verfügen meist auch über technische und kunsthandwerkliche Kenntnisse, um kleine Ausbesserungsarbeiten entweder selbst durchführen oder den RestauratorInnen Anweisungen zur Instandsetzung oder Ergänzung eines Gegenstandes geben zu können. Für die Tätigkeit als Konservator resp. Restauratorin ist eine qualifizierte Ausbildung - vorzugsweise an einer Hochschule für Kunst und Gestaltung - nötig.

Als erfahrene Fachleute können sie sich zusätzlich auf Expertisen und Schätzungen konzentrieren. Zur Geschäftsführung gehören auch kaufmännische Aufgaben wie das Erfassen und Katalogisieren des Antiquitätenbestandes, die Buchhaltung, die Korrespondenz, das Marketing, das Führen der Kundenkartei usw. 

Ausbildung

Übliche/r Ausbildungsweg/e

Es gibt keine geregelte Ausbildung. Antiquitäten- und Kunsthändler/innen stehen verschiedene Ausbildungswege offen.Ausbildungsmöglichkeiten:Autodidaktische Ausbildung: Empfehlenswert ist ein Volontariat in einer Antiquitäten- oder Kunsthandlung oder in einem Auktionshaus.Auktionatoren/Auktionatorinnen: Die Sotheby-Schule London führt Ausbildungskurse durch. Siehe www.sothebys.com

Voraussetzungen

  • ausgeprägtes Kunstverständnis
  • Interesse am Kunsthandel, an Kunst und Kunstgeschichte
  • künstlerisches Flair
  • kaufmännisches Geschick, Organisations- und Planungsfähigkeit
  • Kundenorientierung und Verhandlungsgeschick
  • Fremdsprachenkenntnisse
  • Verkaufstalent

 

Eine optimale Voraussetzung bietet zum Beispiel ein Studium in Kunstgeschichte oder Innenarchitektur, ferner ein künstlerischer Beruf

Weiterbildung

 

Kurse und Seminare:


z.B. Angebote des Verbandes Schweiz. Antiquare und Kunsthändler VSAK, des Verbandes Schweiz. Antiquare und Restauratoren VSAR, von Universitäten und Hochschulen für Kunst und Gestaltung sowie Seminare mit Kunstfachleuten zu fachspezifischen Themen.

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