Berufsansicht

Akupunkteur/in

Berufsfelder
Gesundheit
Branchen
Gesundheit: Medizinische Technik und Therapie, Medizinische Therapie und Naturheilkunde

Tätigkeiten

Nimmt über die Akupunkturpunkte Einfluss auf die einzelnen Organe. Stimuliert energetische Punkte mit Nadeln aus Edelstahl. Berücksichtigt dabei eine an traditioneller chinesischer Medizin orientierte Diagnostik. Je nachdem, welche Erkrankung vorliegt, wird der Fluss des Qi (Lebenskraft) in einem bestimmten Organmeridian angeregt oder gedämpft.
Neben der bekanntesten Methode der Stimulation der 360 Akupunkturpunkte mit Nadeln existieren verschiedene Varianten:
Die Moxibustion wärmt sie durch das Abbrennen von getrockneten Blättern, beim Schröpfen werden sie mit Schröpfgläsern stimuliert. Bei der Akupressur oder Akupunkt-Massage werden sie mit Fingern oder einem Stäbchen massiert und gepresst. Bei der Elektroakupunktur wird ein niederfrequenter Strom auf die Punkte übertragen.

Ausbildung

Übliche/r Ausbildungsweg/e

Schuleigenes Diplom/Zertifikat

Voraussetzungen:Abgeschlossene Berufslehre oder Mittelschulabschluss oder gleichwertige Ausbildung /ErfahrungDauer:3 - 4 jährige berufsbegleitende Ausbildung.Inhalte:Naturwissenschaftliche Medizin, Chinesische Medizin/Akupunktur (inkl. Chinesische Massage), Traditionelle Naturheilkunde, Westliche Medizin (Anatomie, Physiologie, Pathologie, klinische Medizin, Psychologie) u.a.Die Schweizerische Berufsorganisation für Traditionelle Chinesische Medizin (SBO TCM) führt zwei Mal jährlich Abschlussprüfungen durch und verleiht erfolgreichen Absolventen/innen dafür das verbandseigene Diplom, das schweizweit als Qualitätslabel gilt. Um das Zertifikat OdA AM zu erlangen, müssen neben der Ausbildung in der Fachrichtung TCM, ein Praktikum und vier Module absolviert werden (Medizinische Grundausbildung, Gesundheit und Ethik, Arbeit als Therapeut, Betrieb führen und managen). Nach anschliessender Berufspraxis mit begleitendem Mentorat kann die Höhere Fachprüfung (HFP) Naturheilpraktiker/in mit eidgenössischem Diplom absolviert werden.

Weiterbildung

Wer bei der Berufsorganisation für Traditionelle Chinesische Medizin registriert ist, muss regelmässige Weiterbildung nachweisen. Ausbildungsintstitutionen und Berufsverbände führen ein breites Angebot an Kursen.
Praktizierende könnten ihr Repertoir an Behandlungsmethoden mit weiteren Disziplinen der TCM (Diäthetik, Kräuter-Heilkunde, Tuina-Massage etc.) oder anderer naturheilkundlicher Verfahren erweitern. Mit entsprechender Weiterbildung könnten sie z.B. eine Zulassungsprüfung als Heilpraktiker/in ablegen.
 

Bemerkungen

Der Ausbildungsgang "Dipl. Akupunkteur/in TCM" der Höheren Fachschule für Naturheilverfahren und Homöopathie (hfnh) im Kanton Zug schliesst mit einem kantonalen "Diplom HF" ab.

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