Berufsansicht

Fachmann/-frau Betreuung EFZ

Fachfrauen und Fachmänner Betreuung (FaBe) unterstützen Kinder, Jugendliche, Betagte und Menschen mit Beeinträchtigungen in der Alltagsbewältigung. Sie fördern und erhalten so weit als möglich deren Selbstständigkeit.

Berufsfelder
Bildung, Soziales
Branchen
Schule und Ausbildung, Pflege und Betreuung, Betreuung

Tätigkeiten

Betreut, begleitet und unterstützt Kinder, Jugendliche, Behinderte oder Betagte im Alltag und in der Freizeit. Fördert sie gemäss ihren Bedürfnissen und Möglichkeiten, unterstützt sie in ihrer Selbständigkeit. Arbeitet mit Einzelpersonen und Gruppen in Tageseinrichtungen, Heimen oder Wohngruppen.

Ausbildung

Grundlage

Eidg. Verordnung vom 16.6.2005

Dauer

3 Jahre, Erwachsene ab 22 Jahren und mit 2-jähriger Praxiserfahrung: 2 Jahre

Fachrichtungen

  • Behindertenbetreuung
  • Betagtenbetreuung
  • Kinderbetreuung
  • generalistische Ausbildung (nur in der Westschweiz)

Bildung in beruflicher Praxis

In einem Betrieb der gewählten Fachrichtung

Schulische Bildung

I. d. R. 1½ Tage pro Woche an der Berufsfachschule, je nach Kanton verschiedene Fachrichtungen; Schulliste bei SAVOIRSOCIAL erhältlich

Begleiten, Betreuen im Alltag; Kommunikation, Zusammenarbeit; Mensch und Entwicklung; Berufsrolle, Ethik, Rahmenbedingungen; Organisation, Arbeitstechnik, Qualität

Überbetriebliche Kurse

Zu verschiedenen Themen

Berufsmaturität

Bei sehr guten schulischen Leistungen kann während der Grundbildung die Berufsmaturitätsschule besucht werden.

Abschluss

Eidg. Fähigkeitszeugnis "Fachmann/-frau Betreuung EFZ"

Voraussetzungen

Vorbildung

abgeschlossene Volksschule

Anforderungen

  • Freude am Umgang mit Menschen
  • psychische Stabilität und hohe Belastbarkeit
  • gute körperliche Verfassung
  • hohes Verantwortungsbewusstsein
  • ausgeprägtes Einfühlungsvermögen und Hilfsbereitschaft
  • Geduld und Respekt
  • gute Umgangsformen beziehungsweise Team-, Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit
  • Offenheit
  • Organisationsfähigkeit
  • Fähigkeit, sich abzugrenzen
  • Sinn für Sauberkeit und Ordnung
  • gute Beobachtungsgabe und rasches Reaktionsvermögen
  • Flexibilität: Bereitschaft zu unregelmässiger Arbeitszeit und Fähigkeit, in wechselnden Situationen zu reagieren

Berufsverhältnisse

Fachpersonen Betreuung sind an diversen Orten tätig: im Behindertenbereich arbeiten sie z. B. in geschützten Werkstätten, heilpädagogischen Schulen oder Wohngruppen, in der Betagtenbetreuung in Alters- und Pflegezentren oder Einrichtungen für Demenzkranke und im Kinderbereich in Kindertagesstätten, Heimen oder Grossfamilien. Die Arbeitszeit kann unregelmässig und mit Nacht- und/oder Wochenendeinsätzen verbunden sein.

Das Angebot an Lehrstellen variiert je nach Ausbildungsrichtung und Region. Insbesondere im Bereich Kinderbetreuung ist bei der Lehrstellensuche grosses Engagement erforderlich, da die Nachfrage das Lehrstellenangebot übersteigt.

In einzelnen Kantonen besteht für Erwachsene bzw. für über 22-Jährige mit mindestens 2-jähriger Praxiserfahrung im Betreuungsbereich die Möglichkeit, eine verkürzte, 2-jährige Grundbildung zu absolvieren.

Bemerkungen

Die Bildungsverordnung für Fachfrau/Fachmann Betreuung ist seit 1. Juli 2005 in Kraft. Die bisherigen Ausbildungen für Behindertenbetreuung, Betagtenbetreuung und Kleinkindererziehung sowie die soziale Lehre werden ab 2006 in die Ausbildung Fachmann/-frau für Betreuung überführt. Eidgenössische Ausweise für Sozialagoge/-agogin und Betagtenbetreuer/in sowie kantonale und verbandsanerkannte Abschlüsse in Behindertenbetreuung Betagtenbetreuung und Kleinkinderziehung, die seit dem 1. Januar 1991 erworben wurden, werden dem eidg. Fähigkeitszeugnis als Fachmann/-frau Betreuung gleichgestellt.

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