Berufsansicht

Architekt/in UNI/ETHZ/EPFL

Berufsfelder
Planung, Konstruktion
Branchen
Holzverarbeitung und Innenausbau, Planung, Architektur

Tätigkeiten

Architektinnen und Architekten gestalten die gebaute Umwelt nach den Bedürfnissen von Individuum und Gesellschaft. Sie planen Neubauten oder Um- und Ausbau bestehender Gebäude und überwachen die Ausführung des Baus. Ihr Entwurf vereint gestalterische, technische, wirtschaftliche, ökologische und soziale Gegebenheiten, ihre Bauten integrieren historisch Gewachsenes und können gleichzeitig Wahrnehmungsgewohnheiten verändern.
 
Architektinnen beraten und unterstützen die Kundschaft bei der Ausarbeitung eines Projektes, führen Machbarkeitsstudien durch, bereiten selber Projekte in Form von Skizzen und Zeichnungen vor und unterbreiten diese dem Klienten, der Klientin. Sie erstellen detaillierte Ausführungspläne, die von einem Klimakonzept bis zur intelligenten Haustechnik reichen. Dabei beachten sie relevante Vorschriften und sonstige Anforderungen, z.B. des Gesundheits- und Brandschutzes, der Energieeffizienz oder der Baubiologie. Architekten und Architektinnen verfassen ein komplettes Dossier für die Baueingabe, holen Offerten verschiedener Unternehmen ein, führen Preisverhandlungen und vergeben nach Absprache mit den Auftraggebern die Arbeiten. Sie überwachen das Objekt, während die Bauarbeiten ausgeführt werden. Ausserdem koordinieren sie die Arbeit aller am Bau Beteiligten, nehmen Bauleistungen ab und prüfen Rechnungen.
 

Architektinnen und Architekten sind angestellt in Architektur- und Ingenieurbüros, bei Unternehmen des Baugewerbes, bei einem Hoch- oder Tiefbauamt, in Immobilienfirmen, bei Versicherungen oder sie sind Inhaber/innen eines eigenen Architekturbüros. Sie unterrichten und finden auch Anstellungen in den Bereichen Design, Kunst und Kultur oder in der Denkmalpflege.

Voraussetzungen

Die Voraussetzungen für ein Architekturstudium sind breit - neben gestalterischem Interesse sind auch technische, kunsthistorische Interessen (Städtebau) von Belang und Offenheit für gesellschaftliche Fragen und Entwicklungen.

Wichtig sind nicht nur gestalterische Fähigkeiten und Kreativität, sondern auch technisches Verständnis, mathematische Fähigkeiten und räumliches Vorstellungsvermögen. Verlangt sind auch Kommunikationsfähigkeiten und die Fähigkeit zur Auseinandersetzung mit Bedürfnissen der zukünftigen Baunutzer, anderen Meinungen, gegebenen Strukturen, Material- oder Budgetgrenzen. Die Komplexität eines Baus erfordert vernetztes Denken und Anpassungsfähigkeit sowie Verantwortungsgefühl. Wer sich selbständig machen will, benötigt Unternehmergeist und Durchhaltevermögen.

Weiterbildung

Neben Kunstgeschichte kann auch Architektur mit entsprechender Erfahrung und Weiterbildung in die Denkmalpflege führen. Ebenfalls mit entsprechender Weiterbildung sind Spezialisierungen oder die Erschliessung weiterer Berufsfelder, z.B. im Immobilien- oder Facility-Management möglich.

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